Krimi mit Eisenhower-Geschichte

Der amerikanische Präsident Eisenhower wohnte eine Zeit lang mit seiner Familie auf Culzean Castle in Ayrshire. Er hatte Wohnrecht auf Lebenszeit wegen seiner herausragenden Verdienste um die Weltpolitik. Eine informative Ausstellung erinnert an ihn. Auch eine Waffensammlung ist im Haus zu sehen. Die amerikanische Schriftstellerin und ehemalige CNN-Journalistin Kitty Pilgrim war von dieser Konstellation, dem eindrucksvollen Schloss-Ambiente und der besonderen Aura derart angetan, dass sie einen bedeutenden Teil der Handlung der zweiten Geschichte ihres Protagonisten John Sinclair hier ansiedelte. Eine der Kernszenen ihres Krimis "The Stolen Chalice" ('Der gestohlene Kelch'), der seit dem 26. Juni auf dem internationalen Buchmarkt erhältlich ist, spielt just in der obersten Etage von Culzean Castle. Dort, wo Eisenhower einst residierte, treffen sich Mitglieder der Geheimdienste CIA und MI6 zu einer konspirativen Verabredung.

Der Manager von Culzean Castle, Paul Pomfret, empfindet die Einbindung in Pilgrims Krimi als ausgesprochen aufregend. Stellt dies doch ein weiteres, inspirierendes Puzzleteil in der so reichhaltigen wie mythischen Geschichte des Schlosses aus dem 18. Jahrhundert an der Klippenküste des Firth of Clyde dar. Kaum ein Besucher verlässt Haus und Garten ohne spannungsgeladene Gedanken über frühere Bewohner oder über ereignisreiche Geschehnisse. Die weitläufigen Ländereien ringsum markieren im Übrigen Schottlands ersten Landschaftspark. Und wer sich hautnah nicht nur in die Handlung einlesen, sondern sogar vor Ort einleben will, kann sich die Unterkunft in den Eisenhower Apartments für einige Nächte mieten.

Rubrik
Literatur
Artikel Info
Autor:  Wilfried Klöpping
Datum: 03.Juli 2012