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Tod in den Highlands – Roman von Sybille Baecker

von Udo Haafke

In ihrem jüngsten Roman „Tod in den Highlands“ nimmt die gebürtige Niedersächsin und Wahlschwäbin Sybille Baecker den Leser erneut mit in die schottischen Highlands, genauer in den hohen schottischen Nordosten. Die Protagonistin der vorhergehenden Bände, Alison Dexter, hat den Schritt als Privatdetektivin in die Selbstständigkeit vollzogen, um sich ein unabhängiges und nicht von ihrem überaus gut betuchten Ex-Ehemann Sam insbesondere finanziell diktiertes Leben zu schaffen. Mittels eines Auftrages einer renommierten Whisky-Destillerie, bei dem es um ein Betrugsdelikt mit gefälschtem Whisky geht, scheint dies zunächst auch zu gelingen, bis sich herausstellt, dass ihr Verflossener in den Fall als betrogenes Opfer verwickelt ist und ihr im Laufe der Geschehnisse ein ums andere Mal über den Weg läuft.

Kenntnisreich und ortskundig beschreibt Baecker Atmosphäre, Wege und Stimmungen, Landschaft und Dörfer in Caithness, von denen lediglich Alisons Wohnort Thybster und der Ort des illegalen Geschehens, die Whisky-Brennerei Castletown, frei erfunden sind. Im realen Dorf Castletown in der Nähe der Dunnet Bay residiert in den historischen Gebäuden der über 200 Jahre alten Stannergill Mill die noch recht junge, aber überaus ambitionierte Stannergill Whisky Distillery. Zur genaueren Erläuterung und Einordnung der Örtlichkeiten findet sich gleich zu Anfang des Buches eine grobe Kartenübersicht von der äußersten Nordostecke der britischen Insel. Nicht zu vergessen auch ein Rezept für Cranachan, eine typische schottische Nachspeise.

Das eigentliche Vergehen, der Ausgangspunkt der Ereignisse, nämlich der gepantschte Whisky, gerät angesichts der Vielzahl an komplex verwobenen Handlungssträngen unter den beteiligten Charakteren fast ein klein wenig in den Hintergrund. Gleichwohl gelingt es der Autorin damit die Spannung aufrecht zu erhalten und die Ermittlung der Täterschaft so lange wie möglich hinauszuzögern. Auch die Persönlichkeitsentwicklung Alison Dexters nimmt einen entsprechenden Raum ein. Obwohl sie sich bemüht, an die Dinge möglichst wenig emotional, sondern vielmehr nüchtern heranzugehen, wird sie doch immer wieder von verwirrenden Gefühlswelten eingeholt. Schließlich endet die Geschichte mit einem augenzwinkernden Cliffhanger, der für den nächsten Krimi rund um Alison Dexter ganz neue Aspekte erwarten lässt.

Die Autorin ist persönlich bei diversen Lesungen an folgenden Terminen anzutreffen:

7.5.2026, 18 Uhr, Lesung im Rahmen der Criminale, Heavy Rotation, Glockengasse 6. 5020 Salzburg/Österreich

13.6.2026, Autoren-Talk im Rahmen des Krimi-Festivals »Shetland Noir«, Mareel, Lerwick, Shetland

17.9.2026, 20 Uhr, Buchhandlung one.rutesheim, Moltkestraße 1, 71277 Rutesheim


Sybille Baecker – Tod in den Highlands, Emons Verlag, Broschur, 13.5 x 20.5 cm, 336 Seiten, ISBN 978-3-7408-2519-5, EUR 15,00.

Zusätzliche Information

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Fotocredits: Udo Haafke / Emons Verlag

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