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Sherlock Holmes und John Rebus

Der Titel der Veranstaltung verheißt nichts Gutes: "Bloody Scotland", das klingt nach Mord und Totschlag. Und genau darum geht es vom 14. bis 16. September in Stirling. Das erste internationale schottische Krimi-Festival lädt zur gepflegten Lektüre von Kriminalromanen. Denn dieses Genre erfreut sich nicht nur einer großen Fangemeinde, sondern blickt in Schottland auf eine große Tradition zurück, die mit Sherlock Holmes begann und mit John Rebus sicherlich noch lange kein Ende gefunden hat. Ian Rankin, Val McDermid oder Craig Russell sind die klangvollen Aushängeschilder des Festivals, die Auszüge aus ihren geheimnisvoll knisternden, manchmal auch schauerlichen bis nervenaufreibenden Arbeiten auf Lesungen und Vorträgen präsentieren. Viele weitere große Namen sind vertreten, doch auch der schriftstellerische Nachwuchs findet entsprechendes Gehör vor einem interessierten Publikum.

Das Stirling Highland Hotel und die Albert Halls sind die Veranstaltungsorte des Festivals, das ein illustres Sherlock Holmes Dinner beinhaltet. Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown, ein begeisterter Leser von Kriminalromanen, stellt ebenfalls junge Verfasser vor. Die Bandbreite an Literaten und Publikationen ist geradezu atemberaubend. Psycho-Thriller, Detektivromane, kunstvoll entworfene Täteranalysen, kriminelle Netzwerke im gesellschaftlichen wie im wirtschaftlichen Bereich - kaum ein Aspekt bleibt im Spektrum schottischer Kriminalliteratur unbeachtet. Im Rahmen des Festivals werden darüber hinaus die Sieger eines Wettbewerbs um die besten Kurzgeschichten zum Thema Whisky gekürt.

Rubrik
Literatur
Artikel Info
Autor:  Udo Haafke
Datum: 04.September 2012