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Museum in Edinburgh - NMS

Nach mehrjähriger Umbauzeit war es im Juli 2011 endlich soweit: das National Museum of Scotland (NMS) in der Edinburgher Chamber Street öffnete endlich wieder seine Pforten. Entstanden ist ein beeindruckendes architektonisches Meisterwerk mit allein 16 verschiedenen Galerien zu den unterschiedlichsten Themenbereichen aus nationaler und internationaler Kultur, Geschichte, Natur und Wissenschaft. Allein die große, lichtdurchflutete palastartige Halle, the Grand Gallery, welche nach dem Vorbild des viktorianischen Crystal Palace gestaltet wurde und sich über drei Stockwerke in die Höhe streckt, mit ihren filigranen Säulen und der langgestreckten gläsernen Kuppel wirkt atemberaubend auf kleine und große Besucher.

Das Museum sei in seiner Gestaltung und Präsentation bereit für das 21.Jahrhundert, so die Aussage von Dr. Gordon Rintoul, dem zu Recht stolzen Direktor der National Museums of Scotland. Gut 800 Objekte sind im Window on the World, dem Fenster zur Welt, zu sehen, das so ganz nebenbei Großbritanniens größte eigenständige Museumsinstallation darstellt. Es umfasst allein vier Stockwerke. Viele, einst unzugängliche Gebäudebereiche sind nun für die Besucher einsehbar. Dies ermöglichte auch diese ungemein große Variationsbreite der Ausstellungsstücke vom Marienkäfer bis zum Elefanten, vom Monymask Reliquienschrein aus dem Jahre 750, der bei der Schlacht von Bannockburn mitgeführt wurde, bis zur steinernen, römischen Löwenskulptur, die ein Fährmann zufällig auf dem Grund des River Cramond nahe Edinburgh fand. Akustisches Highlight vielleicht die eindrucksvolle Millennium Clock, die ihr spektakuläres, gut dreiminütiges Geläut zur Mittagsstunde erklingen lässt.

Es gibt sehr viel zu entdecken für Jung und Alt, aktiv und interaktiv, und die Befürchtung, dass es wie früher nur zehn Prozent der Besucher in die erste Etage schaffen, scheint angesichts der hervorragend gestalteten Galerien mehr als unbegründet. Der Eintritt in das National Museum of Scotland, das etwa 300 Meter östlich der Royal Mile liegt, ist im Übrigen kostenlos. Neben den Dauerausstellungen wird es im Jahresverlauf auch diverse Sonderpräsentationen geben.

Rubrik
Attraktionen
Artikel Info
Autor:  Udo Haafke
Datum: 27.Mai 2015