Günstig Tanken

Es war schon immer etwas kostspieliger, in den abgelegenen Regionen oder auf den schottischen Inseln zu leben und zu wohnen. Dies gilt speziell dann, wenn keine direkte Landverbindung mittels Brückenquerung besteht. Insbesondere die Dinge des täglichen Bedarfs schlagen zu Buche. Schließlich hat nicht jeder die Möglichkeiten, komplett die eigene Selbstversorgung zu bestreiten. Spätestens beim Energiebedarf sind hier Grenzen gesetzt. Sei es für den Strom oder, das ist in diesen Gebieten ausgesprochen bedeutsam, für das eigene Fahrzeug.

Nach langwierigen Bemühungen der britischen Regierung und zahllosen Anträgen bei der Europäischen Union konnte man sich in Brüssel mit einem Erlass darauf verständigen, dass diesen Regionen bei der Beschaffung und Besteuerung von Treibstoffen eine Vergünstigung gewährt werden soll. Inzwischen ist es nun Gewissheit, dass ein Rabatt von fünf Pence pro Liter auf Benzin und Diesel eingeräumt wird.

Damit bleibt zwar immer noch eine ziemlich deutliche Differenz zwischen den Festlands- und den Inselpreisen, die dann im Falle der Äußeren Hebriden und Northern Isles etwa um die fünfzehn Pence liegen und sich derzeit auf Rekordniveau bewegen, doch sind sich die Verantwortlichen in Schottland und England über den eindeutig positiven Effekt einig. Allerdings natürlich nur dann, wenn die Unternehmen diesen Betrag auch im vollen Umfang an den Endverbraucher weitergeben. Gleichzeitig erhofft man, dass weitere angekündigte Preiserhöhungen auf den Inseln möglichst nicht zum Greifen kommen.

Rubrik
Wirtschaft
Artikel Info
Autor:  Udo Haafke
Datum: 01.März 2013