Diageo investiert in Schottlands Whisky-Zukunft

Bis in das Jahr 1627 reicht die Historie des weltweit operierenden Whisky-Giganten Diageo in Schottland zurück, als die Haig Familie eine erste Brennerei einrichtete. Mittlerweile gehört die Firma zu den wichtigsten Arbeitgebern im Land, besitzt allein 28 eigene Whiskydestillerien und ist zweifellos der Primus der Branche. Den Weg ins 21. Jahrhundert bestreitet Diageo in Schottland mit einer gigantischen Investition von 150 Millionen britischen Pfund im Laufe der nächsten drei Jahre.

Mit diesen finanziellen Mitteln werden einerseits die derzeit 12 Besucherzentren der Brennereien inhaltlich und konzeptionell aufgewertet, wobei man sich von dem traditionellen und hinlänglich bekannten Entwürfen trennen und neue Wege in der Begegnung zwischen Besuchern und klassischem Handwerk beschreiten möchte. Dies in Ergänzung zu den bereits bereitgestellten Geldern zur Wiederbelebung der Destillerien von Port Ellen und Brora, welche die Zahl der Besucherzentren auf 14 im Jahr 2020 erhöhen wird.

Andererseits, mithin als zentrales Element der Finanzplanung, entsteht im Stadtzentrum von Edinburgh bis 2020 das ultimative Whiskyerlebnis durch die Einrichtung der hochmodernen »Johnny Walker Experience« anlässlich des in diesem Jahr zelebrierten 200. Geburtstags der weltbekannten Marke. Dieses neue Whiskyzentrum verspricht ein einzigartiges, zeitgemäßes Besuchererlebnis, das sich rund um die Herstellung von Whisky im Allgemeinen und um Johnnie Walker im Besonderen rankt. Davon profitieren insbesondere die vier Destillerien Glenkinchie (Lowlands), Caol Ila (Islands), Cardhu (Speyside) und Clynelish (Highlands), die gleichsam die vier Whiskyregionen Schottlands repräsentieren. Sie stehen gemeinsam für die speziellen Aromen, die in dem vermutlich berühmtesten »Blended Whisky« der Welt zum Ausdruck kommen.

Rubrik
TopScot, Whisky
Artikel Info
Autor:  Wilfried Klöpping
Datum: 20.April 2018