CalMac Stapellauf in Flensburg

Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang lief bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft mbH & Co.KG (FSG) das neue Flaggschiff der Flotte der schottischen Reederei Caledonian MacBrayne vom Stapel. Begleitet von einer großen Zuschauerschar glitt die MV Loch Seaforth bei leider wenig freundlichen Wetterbedingungen sanft in die schaukelnden Wogen der Flensburger Förde. Ab dem Sommer wird das Schiff auf der Route von Ullapool im Nordwesten Schottlands nach Stornoway auf Lewis betrieben und die beiden alten dort verkehrenden Fähren ersetzen.

Die MV Loch Seaforth ist 116 Meter lang und hat eine Tragkraft von 4.500 Tonnen. Bis zu 700 Passagiere und gut 140 PKWs haben auf ihr Platz. Das Schiff wurde speziell für die manchmal widrigen Bedingungen und den starken Seegang auf der Route zu den Äußeren Hebriden konzipiert, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 19 Knoten und ist im Prinzip für den Einsatz rund um die Uhr ausgelegt. Dabei verbraucht es ein gutes Viertel weniger Treibstoff als seine Vorgänger und ist zudem wesentlich geräuschärmer.

Das erste Stück Stahl war erst vor einem knappen halben Jahr angeschnitten worden, und die Legung des Kiels fand am 3. Februar statt. Beim Namen "Loch Seaforth" handelt es sich um ein Seeloch zwischen Lewis und Harris, den schon einmal ein Postschiff der Caledonian MacBrayne zwischen 1946 und 1972 trug. Der Postdampfer verkehrte von Stornoway nach Mallaig und Kyle of Lochalsh. Vor einem knappen Jahr war der Name nach einem öffentlichen Wettbewerb mit 40% der Abstimmungen erneut auserkoren worden. Die glückliche Gewinnerin, Mary Davidson von Lewis, wohnte ebenfalls dem freitäglichen Stapellauf bei.

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Reise News
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Autor:  Wilfried Klöpping
Datum: 31.März 2014