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Bobby - ein Hund, den man nicht vergisst

Die Geschichte des treuen Skye-Terriers Bobby gehört wohl zu den rührigsten Anekdoten in den Chroniken der schottischen Hauptstadt Edinburgh, die dem kleinen Hund vor dem Greyfriars Friedhof ein bronzenes Denkmal setzte. Vierzehn Jahre wachte Bobby am Grab seines verstorbenen Herrchens, wurde stadtbekannt und entgegen üblicher Gepflogenheiten letztlich sogar 1872 neben seinem Herrn beigesetzt. Die amerikanische Autorin Eleanor Atkinson veröffentlichte 1912 den Roman »Greyfriars Bobby« und dokumentierte dabei authentisch und lebensnah nicht nur die hingebungsvolle Liebe eines Tieres zu seinem Herrn, sondern auch die teils ärmlichen und schwierigen sozialen Umstände in der Edinburgher Altstadt und die dort herrschende, strenge hierarchische Ordnung.

Gerade diese Lebensumstände sind es, die die zuweilen verklärt romantisierte Lebensgeschichte Bobbys aus heutiger Sicht so interessant machen. Die Autorin Heide Schulz hat sich des Romans angenommen und ihn erstmals ins Deutsche übersetzt, wobei es ihr gelang, die sprachlichen Probleme von mundartlichen Redewendungen im Originaltext verständlich zu übertragen. Im Buchverlag König hat sie den Atkinson-Roman >Bobby< nun neu herausgegeben. Zwecks besseren Verständnisses folgen am Ende des Textes 30 kommentierte Bildtafeln mit Motiven aus Edinburgh. Sie erläutern historische Details und schottische Persönlichkeiten sowie die Geographie und Architektur Edinburghs rund um den Greyfriars Friedhof.

Eleanor Atkinson: Bobby – Ein Hund, den man nicht vergisst, übersetzt und neu herausgegeben von Heide Schulz, Buchverlag König, Greiz; Paperback, 296 Seiten, 30 Abbildungen, ISBN 978-3-943210-91-0, EUR 16,80.

Rubrik
Schottisches
Artikel Info
Autor:  Udo Haafke
Datum: 15.November 2016