Benromach Distillery Moray

Benromach, die kleinste Whiskydestillerie in Morayshire am Ortsrand des historischen Städtchens Forres, wurde im Jahr 1898 von den Betreibern der Ben Nevis Distillery in Campbeltown auf der Kintyre Halbinsel gegründet. Zwei Jahre später nahm man die Produktion auf, musste diese jedoch bereits 1907 aufgrund finanzieller Probleme wieder einstellen. In den Folgejahren wechselte sie mehrfach den Besitzer, es wurde in regelmäßigem Wechsel produziert und stillgelegt. Erst 1966 konnte stellte sich mit der Übernahme durch die Scottish Malt Distillers Ltd. eine gewisse Kontinuität ein, der Malzboden wurde in ein Lagerhaus umgewandelt und 1974 erfolgte der Einbau zweier neuer Brennblasen. 1983 jedoch kam es erneut zu einem jähen Ende.

Gordon & MacPhail kauften den noch verbliebenen Bestand der Produktionsstätte, eine der nördlichsten der Speyside Region, renovierten die Brennerei, investierten erneut in zwei Brennblasen und feierten im Herbst 1998 ihre Wiedereröffnung durch keinen Geringeren als HRH Prinz Charles. Ihm und seiner ökologischen Gesinnung zu Ehren stellt Benromach einen Whisky aus biologisch unbedenklicher Gerste her, den Benromach Organic. Die Mälzerei schaffte es zwischenzeitlich zur Aufnahme in die schottische Denkmalliste. Die Brennerei ist fast während des ganzen Jahres geöffnet und vermittelt Besuchern einen guten Eindruck über den Produktionsprozess typischen Single Malts zwischen mächtigen Maischbottichen und glänzend polierten, kupfernen Brennblasen.

Keith Cruickshank, der Manager der Destillerie, lässt es sich nicht nehmen persönlich die Führungen durch die leuchtend weißen Gebäude mit den markanten, roten Türen und dem karminroten Schornstein zu unternehmen. Darüber hinaus organisiert er lehrreiche Tastings sowie Rundgänge durch das kleine, angegliederte Museum. Jeder Besucher hat zudem die Möglichkeit selbst Teil der einst so wechselhaften und nun sehr stabilen Geschichte Benromachs zu werden, indem er sich seine ganz persönliche Flasche Single Malt abfüllt.

Rubrik
Destillerien
Artikel Info
Autor:  Udo Haafke
Datum: 03.Juni 2015