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Saor Patrol und Russell Crowe

Braveheart, King Arthur, Merlin - wer diese Kinofilme kennt oder schon mal gesehen hat und in nächster Zeit diese wieder sehen wird, sollte vielleicht etwas genauer hinschauen. Nein, nicht wegen dem Schauspieler Russell Crowe oder wegen der Handlung, das natürlich auch. Nein, genauer sollte man hinsehen, weil man dann vielleicht auf der Leinwand die Mitglieder der Band wiedererkennt, um die es hier geht. Denn im Rahmen ihrer schauspielerischen Aktivität haben sie schon in diversen Filmen mit Russell Crowe mitgespielt, woraus sich eine besondere und enge Freundschaft mit dem Schauspieler entwickelte. Russell Crowe schätzt dabei vor allem das soziale Engagement der Gruppe z.B. für das Projekt Duncarron.

Der Schauspieler schätzt die Gruppe und ihr Mitwirken so sehr, dass er ihnen eben für dieses Projekt den Rammbock aus dem Film Robin Hood, wo sie auch mitwirkten, schenkte bzw. stiftete. Auch bei der Filmpremiere zu Corwes neuesten Werk Noah war die Band in Edinburgh zugegen. Sie sind auch Mitglieder von Combat International. Einem bekannten Team, das trainierte Kämpfer und Berater für Film und Fernsehen zur Verfügung stellt. Alle Bandmitgleider sind auf eine besondere Weise verbunden, denn sie sind alle Freiwillige des Clanranald Trust for Scotland, einem anerkannten schottischen Wohlfahrtsverband, welcher in erster Linie die schottische Kultur und das schottische Erbe durch Unterhaltung und Bildung erhalten und verbreiten möchte. Der Leader der Gruppe Charlie Allan ist der Chief Executive of the Clanranald Trust for Scotland.

Der Bandname Saor Patrol, übersetzt bedeutet es Freiheitspatrouille, leite sich von dem gälischen Wort "Saorsa" ab, welches Freiheit bedeutet. Saor wird 'schoor' ausgesprochen. Die Musik dieser besonderen Band hört man inzwischen nicht nur in Schottland zwischen Zentralschottland und Fife, sondern auch mit wachsender Begeisterung hier in Europa. In Länder wie Großbritannien, USA, Italien, Japan, Taiwan, Norwegen, Österreich, Schweiz, Deutschland, Niederlande, Afrika, Australien kennt man sie bereits. Während ihrer Besuche in anderen Ländern bieten sie Gespräche und Informationen über ihre Kultur für Jugendliche und Erwachsene an.

Ihr einzigartiger Sound des 21. Jahrhunderts fesselt die Zuhörer und vermittelt ihnen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Klänge der Vergangenheit werden durch Saor Patrol in die Gegenwart versetzen. Wer diese Band einmal live gehört hat, wird es niemals vergessen und möchte es immer wieder erleben. Drums & Pipes, klassisch und kraftvoll, aber nur live entfaltet diese Musik ihre spezielle, einnehmende Wirkung. Es ist als wäre man von jetzt auf gleich in die schottischen Highlands versetzt worden. Der Sound von Saor Patrol hat sich wie Bluegrass, Rockabilly und viele andere Stilrichtungen über die Jahrhunderte aus traditioneller schottischer und irischer Musik entwickelt.

Der Sound, den sie entwickelt und fortentwickelt haben, wird als "Tribal" und "Celtic Rock" bezeichnet, und die Band wurde von Lemmy selbst als "The Motorhead of Folk" bezeichnet. Die neueste CD heißt "Duncarron", es gibt sie in zwei Versionen, einmal ‚traditionell‘ ohne und einmal rockiger mit E-Gitarre. Dadurch, dass sie nicht an ihrem einzigartigen Sound und Stil festhalten, werden sie weiterhin alte musikalische keltische Wurzeln mit dem Neuen verbinden, und die Musik wird weiterhin spannend und kraftvoll sein.

Man kann sehr viel über sie schreiben und lesen, aber man muss sie einfach live erleben, um sich ein wahres Bild über ihre Stärke machen zu können. Eine solche Möglichkeit ist das "Semper Memento Historia – Teil I" im Heilbad Heiligenstadt (Thüringen) vom 25. bis 27. Juli. Hier treten Saor Patrol im Rahmen des ‚Fest der Schotten‘ am 25. Juli auf. Veranstaltet wird dieses Fest von Ramona Große und ihrer Firma Conception Médiévale. Tickets zu diesem Event sind ab sofort zu erhalten.

Rubrik
Schottland Kolumne
Artikel Info
Autor:  Eva Avenarius
Datum: 08.Mai 2014