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Brutsaison in Vogelschutzgebieten

Der Sommer 2014 war aus ornithologischer Sicht ein großer Erfolg, wie der National Trust for Scotland (NTS) erfreut vermeldet. Insbesondere in den Vogelschutzgebieten im Westen des Landes, die unter der Verwaltung des NTS stehen, ging es aufwärts mit den Bruterfolgen in der Vogelwelt. Nach mehreren schlechten Jahren können verschiedene Vogelarten auf die beste Saison für ihren Nachwuchs seit gut 10 Jahren blicken.

Nach der Studie konnten die Dreizehenmöwen auf Mingulay im Schnitt 88 Jungvögel gemessen an 100 Brutpaaren verzeichnen. Ähnliches gilt für den Tordalk, die Trottellumme und die Krähenscharbe. Die Sturmtaucher, die auf Canna schon als ausgestorben galten, sind nach einem 2006 angeschlossenen Wiederansiedlungsprojekt tatsächlich mit einigen Brutpaaren wieder zurück. Auf St. Kilda konnte sich die Population der Papageitaucher bestens erholen. Vom nationalen Naturschutzgebiet St. Abbs an der Ostküste gibt es ebenfalls ähnliche, für die Vogelwelt angenehme Resultate.

Die Gründe für die Erholung der Bestände sind ebenso ungeklärt wie der vorherige Rückgang, den man auf die globale Klimaveränderung und die Erwärmung der Weltmeere zurückführte, die wiederum nachhaltigen Einfluss auf die Nahrungskette hatte. Trotz des diesjährigen Erfolges hält sich der Optimismus bei den Verantwortlichen in Grenzen, denn dies könnte nur eine Momentaufnahme sein, die den langfristigen Trend verzögert, ihn jedoch nicht umzukehren vermag.

Schottland ist für die Seevogelpopulation in Europa von entscheidender Bedeutung, denn allein 45% der Seevögel ziehen ihre Jungen im Norden Großbritanniens auf. Ein Fünftel dieser Flächen sind im Besitz des National Trust for Scotland, darunter auch Fair Isle, Iona, Staffa und Unst.

Rubrik
Natur
Artikel Info
Autor:  Wilfried Klöpping
Datum: 08.September 2014